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Freitag, 30. November 2007
BIG PIG
auch wenn der blog ja straeflich vernachlaessigt wird, wir hatten gerade gegrilltes Spanferkel auf der neuen Dachterrasse vom Buero: das BIG Pig halt...mit Julebryg von Tuborg.
Dienstag, 6. November 2007
Copenhagen
Montag, 29. Oktober 2007
last but not least: "The Golden Circle"
Ein weiters Vorkommnis in der Reihe "Was wir auf Island noch nicht hatten":
Am Sonntag haben wir es, durch tatkräftige Unterstützung von Nils, Melanie und Kathie endlich geschafft, uns die größten touristischen Highlights des Landes anzuschauen - Þingvellir, Geysir und Gullfoss, zusammen genannt der "Golden Circle". Da selbiger vergleichsweise vor der Haustür liegt, hatten wir ihn nicht im Urlaubsprogramm.
Also gings los am Sonntag morgen um 9:30 in einer herrlich verschneiten Winteridylle mitten hinein in die noch erstaunlich zahlreichen Touristenscharen.
Erstes Ziel auf der Rundstrecke war der Nationalpark Þingvellir. Dieser ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert. Zum einen driften hier, als Teil des nordatlantischen Rückens, die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte auseinander. In den letzten 10.000 Jahren um etwa 70m, wobei sich der Talboden um ca. 40 gesenkt hat. Der Park ist also Teil der geologisch und vulkanisch recht aktiven Zone, die sich von Nordosten nach Südwesten durch das Land zieht. Es kommt allenthalben zu Erdbeben, weshalb sich der hier befindliche Fluss Öxará aus seinem ursrünglichen Bett bewegt und die Ebene überflutet hat.
Auf dieser Ebene, und damit wären wir bei der vielleicht noch wichtigeren Bedeutung des Tals, hat im Jahre 930 n. Chr. eines der ältesten Parlamente der Geschichte (nach den Römern und Griechen) zum ersten Mal getagt. Das Alþing war gesetzgebende und rechtsprechende Versammlung des damals erst 60 Jahre besiedelten Landes und gleichzeitig eine wirkliche Volksversammlung nicht nur der Goden(Regionalfürsten) ,sondern auch ihrer Familien, diverser Schausteller und Unterhalter, aller Menschen, die etwas kaufen oder verkaufen wollten, die den Pferde- oder Ringkämfen zusehen wollten und aller anderen Interessierten. Da damals nur ein paar tausend Menscheb hier lebten, war vermutlich ein mal im Jahr das halbe Land auf den Beinen. Hier wurde unter anderem im Jahre 1000 offiziell die Annahme des Christentums für das ganze Land beschlossen. Nach dem Verlust der Unabhängigkeit 1262 an Norwegen und später an Dänemark verlor das Alþing 1662 entgültig seine gesetzgebende Gewalt, tagte jedoch bis 1798 noch jährlich als oberster Gerichtshof. Es überdauerte also ganze 858 Jahre. Im 19. und 20. Jh. blieb es wichtiges Symbol für die Unabhängigkeitsbestrebungen der Isländer, was am 17. Juni 1944 in der Ausrufung der isländischen Republik an gleicher Stelle kulmulierte. National wichtige Ereignise lassen die Isländer auch weiterhin gerne hier stattfinden, wie z. B. die Feier anlässlich 1000 Jahre Christianisierung im Jahr 2000.
Nach diesem geologisch-kulturellen Mammut brauchts erst mal was leichtes - einen Geysir zum Beispiel. Die Springquellen dieser Welt (etwa 900 insgesamt) sind nach dem großen Geysir(isl. geysa - wirbeln, strömen) im Haukadalur benannt, an dem das Phänomen zuerst beschrieben wurde. Man braucht dafür eine Magma-Plume, Grundwasser und einen recht engen Kanal zur Oberfläche. Grob gesagt passiert folgendes: Grundwasser wird über einer Magma-Plume erhitzt, durch den Druck des darüber(im Kanal) stehenden Wassers siedet es jedoch erst bei weit über hundert Grad. Einzelne Gasblasen steigen in den engen Kanal und drücken das Wasser nach oben. Durch den verringerten druck verdampft das erhitzte Wasser schlagartig und eruptiert samt dem Wasser im Kanal und Gesteinspartikeln als Geysir aus einem vorher träge vor sich hin dampfendem und blubbernden Loch an der Oberfläche. Der große Geysir war lange inaktiv, eruptiert jedoch nach einem Erdbeben mittlerweile wieder ca. 1 Mal täglich.
Verlässlicher ist der Strokkur direkt nebenan, an dem es alle paar Minuten knallt. Die Ausbrüche kündigen sich nur ganz kurz an, deshalb erschrickt man sich schon ein wenig beim ersten Mal. erst steigt das Wasser ein wenig, dann formt sich eine große Blase, die kristallklar hellblau ist und dann sprudelt plötzlich die Fontäne los. Das spektakel ist recht kurz und hinterlässt eine ziemlich große Dampfwolke.
Leider konnte die uns auch nicht wärmen, es war nämlich ziemlich eisig am Sonntag, und deshalb sind wir erst mal Kaffee trinken gegangen, bevor wir mit dem "Goldenen Wassrfall" Gullfoss den Tag beschlossen haben. Dieser fließt aus einem ziemlich breiten Bett über zwei große, messerscharf schräg abgescnittene Kaskaden in ein enges Tal und sprüht dabei eine Unmenge Gischt. Man sollte besser hingehen, wenn die Sonne scheint, dann entstehen dauern kleine Regenbögen in der Gischt und das über die Kaskaden fallende Wasser wird von der Sonne so angestrahlt, das es nicht dreckig, sondern golden aussieht. Sehr schön - nur der kalte Wind zusammen mit dem Sprühwasser war etwas störend. Dafür hat uns der Anblick der tief verschneiten Berge rundum jedoch voll entschädigt. Noch mal vielen Dank an Fahrer und Mitreisende.
Am Sonntag haben wir es, durch tatkräftige Unterstützung von Nils, Melanie und Kathie endlich geschafft, uns die größten touristischen Highlights des Landes anzuschauen - Þingvellir, Geysir und Gullfoss, zusammen genannt der "Golden Circle". Da selbiger vergleichsweise vor der Haustür liegt, hatten wir ihn nicht im Urlaubsprogramm.
Also gings los am Sonntag morgen um 9:30 in einer herrlich verschneiten Winteridylle mitten hinein in die noch erstaunlich zahlreichen Touristenscharen.
Erstes Ziel auf der Rundstrecke war der Nationalpark Þingvellir. Dieser ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert. Zum einen driften hier, als Teil des nordatlantischen Rückens, die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte auseinander. In den letzten 10.000 Jahren um etwa 70m, wobei sich der Talboden um ca. 40 gesenkt hat. Der Park ist also Teil der geologisch und vulkanisch recht aktiven Zone, die sich von Nordosten nach Südwesten durch das Land zieht. Es kommt allenthalben zu Erdbeben, weshalb sich der hier befindliche Fluss Öxará aus seinem ursrünglichen Bett bewegt und die Ebene überflutet hat.
Auf dieser Ebene, und damit wären wir bei der vielleicht noch wichtigeren Bedeutung des Tals, hat im Jahre 930 n. Chr. eines der ältesten Parlamente der Geschichte (nach den Römern und Griechen) zum ersten Mal getagt. Das Alþing war gesetzgebende und rechtsprechende Versammlung des damals erst 60 Jahre besiedelten Landes und gleichzeitig eine wirkliche Volksversammlung nicht nur der Goden(Regionalfürsten) ,sondern auch ihrer Familien, diverser Schausteller und Unterhalter, aller Menschen, die etwas kaufen oder verkaufen wollten, die den Pferde- oder Ringkämfen zusehen wollten und aller anderen Interessierten. Da damals nur ein paar tausend Menscheb hier lebten, war vermutlich ein mal im Jahr das halbe Land auf den Beinen. Hier wurde unter anderem im Jahre 1000 offiziell die Annahme des Christentums für das ganze Land beschlossen. Nach dem Verlust der Unabhängigkeit 1262 an Norwegen und später an Dänemark verlor das Alþing 1662 entgültig seine gesetzgebende Gewalt, tagte jedoch bis 1798 noch jährlich als oberster Gerichtshof. Es überdauerte also ganze 858 Jahre. Im 19. und 20. Jh. blieb es wichtiges Symbol für die Unabhängigkeitsbestrebungen der Isländer, was am 17. Juni 1944 in der Ausrufung der isländischen Republik an gleicher Stelle kulmulierte. National wichtige Ereignise lassen die Isländer auch weiterhin gerne hier stattfinden, wie z. B. die Feier anlässlich 1000 Jahre Christianisierung im Jahr 2000.
Nach diesem geologisch-kulturellen Mammut brauchts erst mal was leichtes - einen Geysir zum Beispiel. Die Springquellen dieser Welt (etwa 900 insgesamt) sind nach dem großen Geysir(isl. geysa - wirbeln, strömen) im Haukadalur benannt, an dem das Phänomen zuerst beschrieben wurde. Man braucht dafür eine Magma-Plume, Grundwasser und einen recht engen Kanal zur Oberfläche. Grob gesagt passiert folgendes: Grundwasser wird über einer Magma-Plume erhitzt, durch den Druck des darüber(im Kanal) stehenden Wassers siedet es jedoch erst bei weit über hundert Grad. Einzelne Gasblasen steigen in den engen Kanal und drücken das Wasser nach oben. Durch den verringerten druck verdampft das erhitzte Wasser schlagartig und eruptiert samt dem Wasser im Kanal und Gesteinspartikeln als Geysir aus einem vorher träge vor sich hin dampfendem und blubbernden Loch an der Oberfläche. Der große Geysir war lange inaktiv, eruptiert jedoch nach einem Erdbeben mittlerweile wieder ca. 1 Mal täglich.
Verlässlicher ist der Strokkur direkt nebenan, an dem es alle paar Minuten knallt. Die Ausbrüche kündigen sich nur ganz kurz an, deshalb erschrickt man sich schon ein wenig beim ersten Mal. erst steigt das Wasser ein wenig, dann formt sich eine große Blase, die kristallklar hellblau ist und dann sprudelt plötzlich die Fontäne los. Das spektakel ist recht kurz und hinterlässt eine ziemlich große Dampfwolke.
Leider konnte die uns auch nicht wärmen, es war nämlich ziemlich eisig am Sonntag, und deshalb sind wir erst mal Kaffee trinken gegangen, bevor wir mit dem "Goldenen Wassrfall" Gullfoss den Tag beschlossen haben. Dieser fließt aus einem ziemlich breiten Bett über zwei große, messerscharf schräg abgescnittene Kaskaden in ein enges Tal und sprüht dabei eine Unmenge Gischt. Man sollte besser hingehen, wenn die Sonne scheint, dann entstehen dauern kleine Regenbögen in der Gischt und das über die Kaskaden fallende Wasser wird von der Sonne so angestrahlt, das es nicht dreckig, sondern golden aussieht. Sehr schön - nur der kalte Wind zusammen mit dem Sprühwasser war etwas störend. Dafür hat uns der Anblick der tief verschneiten Berge rundum jedoch voll entschädigt. Noch mal vielen Dank an Fahrer und Mitreisende.
Der Winter ist da
Offensichtlich möchte uns Island zum Abschied noch mit allem verwöhnen, was wir bis jetzt hier nicht hatten. Nachdem wir schon ein paar mal Frost hatten, ist jetzt so richtig der Winter eingekehrt - mit Eis auf dem Tjörnin, Schnee erst auf dem Esja und dann in der ganzen Stadt und auch endlich Nordlichtern.
Unser Mitbewohner Krilli war so nett, uns zu rufen, als er welche entdeckt hat und unser Balkon hat sich mal wieder als sehr guter Beobachtungsposten erwiesen. Die Nordlichetr haben sich in einer langen Schlange über den Himmel gewunden und gestrudelt, erst weiß und dann grün. Das Spektakel hat etwa eine viertel Stunde gedauert und sah wirklich sehr beeindruckend aus. Yoko Onos Friedenslicht war recht blässlich dagegen. Leider sind alle Fotoversuche fehlgeschlagen, da müssen wir also weiterhin mit Postkarten vorlieb nehmen.
Unser Mitbewohner Krilli war so nett, uns zu rufen, als er welche entdeckt hat und unser Balkon hat sich mal wieder als sehr guter Beobachtungsposten erwiesen. Die Nordlichetr haben sich in einer langen Schlange über den Himmel gewunden und gestrudelt, erst weiß und dann grün. Das Spektakel hat etwa eine viertel Stunde gedauert und sah wirklich sehr beeindruckend aus. Yoko Onos Friedenslicht war recht blässlich dagegen. Leider sind alle Fotoversuche fehlgeschlagen, da müssen wir also weiterhin mit Postkarten vorlieb nehmen.
Yoko Ono und der Weltfrieden
Am 9. Oktober wurde Reykjavik eine ganz besondere Ehre zu Teil. Auf der Insel Videy im Fjord vor der Stadt versammelten sich Yoko Ono und die verbliebenen Mitglieder der Beatles (außer Sir Paul) - also Yoko und Ringo Starr - um auf eine sehr einfallsreiche Weise John Lennon und dem Weltfrieden zu huldigen. Pünktlich zu Lennons Geburtstag erstrahlte auf der Insel ein Friedenslicht, daß seitdem jede Nacht bis zum 8. Dezember (Lennons Todestag) per Scheinwerfer in den Himmel leuchtet. Unsere 68er-Chefs waren ganz begeister.
Zum einen hätten dem guten Stück ein paar Watt mehr jedoch ganz gut gestanden, damit man es über all die nächtlich-winterliche Beleuchtung hier auch sieht.
Zum anderen ist mir nicht so ganz klar, warum dieses ominöse Licht gerade hier steht.
Muss man auf Island neuerdings für den Frieden kämpfen? Oder gibt es eine geheime Verbindung John Lennons zu Island, die der Allgemeinheit bis heute entgangen ist?
Böse Zungen unken ja, es könnte am günstigen Strom liegen ...
Zum einen hätten dem guten Stück ein paar Watt mehr jedoch ganz gut gestanden, damit man es über all die nächtlich-winterliche Beleuchtung hier auch sieht.
Zum anderen ist mir nicht so ganz klar, warum dieses ominöse Licht gerade hier steht.
Muss man auf Island neuerdings für den Frieden kämpfen? Oder gibt es eine geheime Verbindung John Lennons zu Island, die der Allgemeinheit bis heute entgangen ist?
Böse Zungen unken ja, es könnte am günstigen Strom liegen ...
Unsere kleine(n) Schule(n) ...
Ihr habt euch bestimmt schon gewundert, daß es etwas ruhig geworden ist im letzten Monat. Der Nachrichten-Stop ist unversehens eingetreten, als unsere Chefin eines schönen Morgens (es war der 08.10) verkündet hat, daß wir an einem Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung einer Grundschule teilnehmen werden. Klingt nach einer spannenden Aufgabe. Wir sind erst mal begeistert.
Dann kam die erste Hürde: Abgabetermin war der 23.10. - wir hatten also ganze 15 Tage, für eine Ausarbeitung in 1:100 und einen landschaftsarchitektonisch bearbeiteten Lageplan in 1:200 mit recht detaillierten Inhalten, weil sie nämlich am liebsten mit dem ersten Sonnnestrahl im Frühjahr anfangen würden zu bauen.
Der Hammer kam gleich darauf: wer Alternativvorschläge hat, zum Beispiel Abriss des Altbaus und kompletter Nerubau der Schule durfte diese nur als Ergänzung einreichen.
Also: 15 Tage, 4 Architekten, 2 Schulen. Damit war die Zeit der gemächlichen 8-Stunden -Tage erst mal vorbei. Erstaunlicherweise haben wir das Ganze jedoch mit nur einer Nachtschicht geschafft und es sieht auch noch gut aus. Das Ergebnis kommt am 06.11. und würde man nur den Einsatz bewerten, wären wir bestimmt die klaren Sieger. Nach der Abgabe am letzten Dienstag um 15:00 waren wir erst mal so platt, daß wir 20 Stunden geschlafen und dann der ganzen Mittwochnachmitteg erst mal nichts gemacht haben. Mittlerweile haben wir uns auch wieder erholt und hatten sogar schon wieder genug Elan für einen Ausflug ...
Dann kam die erste Hürde: Abgabetermin war der 23.10. - wir hatten also ganze 15 Tage, für eine Ausarbeitung in 1:100 und einen landschaftsarchitektonisch bearbeiteten Lageplan in 1:200 mit recht detaillierten Inhalten, weil sie nämlich am liebsten mit dem ersten Sonnnestrahl im Frühjahr anfangen würden zu bauen.
Der Hammer kam gleich darauf: wer Alternativvorschläge hat, zum Beispiel Abriss des Altbaus und kompletter Nerubau der Schule durfte diese nur als Ergänzung einreichen.
Also: 15 Tage, 4 Architekten, 2 Schulen. Damit war die Zeit der gemächlichen 8-Stunden -Tage erst mal vorbei. Erstaunlicherweise haben wir das Ganze jedoch mit nur einer Nachtschicht geschafft und es sieht auch noch gut aus. Das Ergebnis kommt am 06.11. und würde man nur den Einsatz bewerten, wären wir bestimmt die klaren Sieger. Nach der Abgabe am letzten Dienstag um 15:00 waren wir erst mal so platt, daß wir 20 Stunden geschlafen und dann der ganzen Mittwochnachmitteg erst mal nichts gemacht haben. Mittlerweile haben wir uns auch wieder erholt und hatten sogar schon wieder genug Elan für einen Ausflug ...
Mittwoch, 3. Oktober 2007
The Golden Puffin goes to...
seit letztem Donnerstag ist hier in Reykjavík Filmfest. Gleich gehen wir in den dritten Film; nachdem wir gestern ganz begeistert aus "Grandhotel" vom Regisseur David Ondricek, einem der Ehrengäste des diesjährigen Festivals aus Tschechien, gegangen sind, schauen wir uns heute "Loners" im Háskolabio an, den Film, mit dem er seinen internationalen Durchbruch feiern konnte. (Letzten Donnerstag haben wir übrigens den neuen Film von Fatih Akin "Auf der anderen Seite" gesehen; reingehen, ist gut!) Das Praktische ist ja, daß man die Tickets einfach im Internet bestellen kann und dann die Eintrittskarten per MMS aufs Handy bekommt; Islander liegt nämlich am Puls der digitalen Zeit.
Der Gewinn bekommt dann aber ganz traditionell den Goldenen Papageientaucher, den Nationalvogel Islands. Sind zumindest nicht so geleckt aus wie der Oscar.
Der Gewinn bekommt dann aber ganz traditionell den Goldenen Papageientaucher, den Nationalvogel Islands. Sind zumindest nicht so geleckt aus wie der Oscar.
Dienstag, 2. Oktober 2007
Krilli
Mit einmonatiger Verspaetung muessen wir verkuenden, unsere WG ist nicht mehr fest in deutscher Hand. Nach dem Auszug von Nils und Melanie Anfang September ist jetzt schon ein Drittel bis Haelfte wieder islaendisches Territorium. Krilli (nein, nicht Namensgeber fuer katzenfutter, sondern Masterstudent fuer Informatik oder sowas in der Richtung an der Uni Reykjavik) heisst unser neuer Mitbewohner und hat gleich erstmal unsere Siemens-Waschmaschine zerlegt...
rollendes Haus
Auf unserem Weg zum Buero kommen wir seit Wochen an einer Investitionsruine vorbei, der Keller des Gebaeudes ist ausgeschachtet, aber mehr ist nicht passiert. Seit einigen Wochen war dann auf einmal wieder Betrieb auf der Baustelle: per Handarbeit wurde von ein, manchmal zwei einsamen Handwerkern die Schalungen fuer die Kellerwaende zusammengenagelt - einzeln, Brett fuer Brett. Tatsaechlich haben sie es irgendwann geschafft, und jetzt stehen die Kellerwaende.
Vor einer Woche kam dann das Highlight des Bauprozesses: Als wir morgens zur Arbeit gelaufen sind, stand ploetzlich ein Haus im Weg (und zwar im wahrsten Sinne des Wortes). Der Bauherr hatte zwei Strassen weiter ein altes Wellblech verkleidetes Holzhaus aufgekauft, demontieren und an seinen neuen Standort translozieren lassen. (Leider haben wir den eigentlich Umsetzprozess am spaeten abend verpasst, weil wir da gerade in der Kneipe waren). Auf den ersten Blick sieht es jetzt so aus, als ob das Haus immer so da gestanden haette; weil es aber urspruenglich in einer Haeuserzeile stand und wohl nie als Einzelhaus gedacht war, muessen noch ein paar Waende neu angeflickt werden.
Dies ist ein immer wieder praktiziertes Verfahren (und nur moeglich, weil die Holzbauten verhaeltnismaessig leicht sind): So bekamen die Briten ihr Grundstueck fuer ihre (und die deutsche) Botschaft nur, weil sie fuer die Kosten der Translozierung des dort stehenden Hauses ins Museumsdorfes aufkamen. Und vor ein paar Wochen hat studio granda einen Wettbewerb fuer ein (kurz vor unserer Ankunft in Island freigebranntes) Filetgrundstueck in der Innenstadt gewonnen, indem sie den Ruecktransport eines Hauses, das ehemals zwei Grundstuecke weiter gestanden hatte, aus dem Museumsdorf vorgeschlagen haben...
P.S. Haeuserfassaden werden hier in Reykjavík entwickelt, indem die Stadt (der der eigentlich Entwurf der Fassaden nicht gefallen hat/traditionell genug war) zwei andere Architekturbueros mit deren Entwurf betraut, von denen der urspruengliche Architekt eine auswaehlen und in sein Projekt integrieren darf...
Vor einer Woche kam dann das Highlight des Bauprozesses: Als wir morgens zur Arbeit gelaufen sind, stand ploetzlich ein Haus im Weg (und zwar im wahrsten Sinne des Wortes). Der Bauherr hatte zwei Strassen weiter ein altes Wellblech verkleidetes Holzhaus aufgekauft, demontieren und an seinen neuen Standort translozieren lassen. (Leider haben wir den eigentlich Umsetzprozess am spaeten abend verpasst, weil wir da gerade in der Kneipe waren). Auf den ersten Blick sieht es jetzt so aus, als ob das Haus immer so da gestanden haette; weil es aber urspruenglich in einer Haeuserzeile stand und wohl nie als Einzelhaus gedacht war, muessen noch ein paar Waende neu angeflickt werden.
Dies ist ein immer wieder praktiziertes Verfahren (und nur moeglich, weil die Holzbauten verhaeltnismaessig leicht sind): So bekamen die Briten ihr Grundstueck fuer ihre (und die deutsche) Botschaft nur, weil sie fuer die Kosten der Translozierung des dort stehenden Hauses ins Museumsdorfes aufkamen. Und vor ein paar Wochen hat studio granda einen Wettbewerb fuer ein (kurz vor unserer Ankunft in Island freigebranntes) Filetgrundstueck in der Innenstadt gewonnen, indem sie den Ruecktransport eines Hauses, das ehemals zwei Grundstuecke weiter gestanden hatte, aus dem Museumsdorf vorgeschlagen haben...
P.S. Haeuserfassaden werden hier in Reykjavík entwickelt, indem die Stadt (der der eigentlich Entwurf der Fassaden nicht gefallen hat/traditionell genug war) zwei andere Architekturbueros mit deren Entwurf betraut, von denen der urspruengliche Architekt eine auswaehlen und in sein Projekt integrieren darf...
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Dienstag, 25. September 2007
Urlaub
Huch, schon wieder ein Monat vergangen... aber vielleicht wissen ja einige von euch, dass wir zwischendurch in "Urlaub" waren. Texte dazu sind leider noch nicht fertig, aber die Bilder habe ich vorhin hochgeladen, wenn auch noch ohne Bildunterschriften, aber das wird schon noch...
Waschtag im Reykjadalur
zur Einstimmung auf unsere Rundreise haben wir uns, wie das in Island so ueblich ist, erst mal gemuetlich in den Hot Pot gelegt. Aber nicht so einen schnoeden mit vielen Touristen drin, sondern ein natuerlicher.
Eine Stunde Fussmarsch von der "Gewæchshausstadt" (mit Flutlicht und Heizung, sieht aus wie gelandete Ufos in der Nacht) Hveragerði entfernt gibt es ein paar beschauliche Badebecken mitten in einem warmen Fluss - Durchlauferhitzer sozusagen - zwischen Bergen, Wiesen und dampfenden und blubbernden Loechern. Sehr idyllisch und nach dem Aufstieg eine wahre Wohltat, da rein zu klettern. Wir wollten auch eigentlich gar nicht mehr raus. Aber wir mussten den Hund wieder zurueckbringen, der uns vom Parkplatz aus angefuehrt hatte - die næchste Wandertruppe braucht ihn vielleicht auch.
Waschtag im Reykjadalur
zur Einstimmung auf unsere Rundreise haben wir uns, wie das in Island so ueblich ist, erst mal gemuetlich in den Hot Pot gelegt. Aber nicht so einen schnoeden mit vielen Touristen drin, sondern ein natuerlicher.
Eine Stunde Fussmarsch von der "Gewæchshausstadt" (mit Flutlicht und Heizung, sieht aus wie gelandete Ufos in der Nacht) Hveragerði entfernt gibt es ein paar beschauliche Badebecken mitten in einem warmen Fluss - Durchlauferhitzer sozusagen - zwischen Bergen, Wiesen und dampfenden und blubbernden Loechern. Sehr idyllisch und nach dem Aufstieg eine wahre Wohltat, da rein zu klettern. Wir wollten auch eigentlich gar nicht mehr raus. Aber wir mussten den Hund wieder zurueckbringen, der uns vom Parkplatz aus angefuehrt hatte - die næchste Wandertruppe braucht ihn vielleicht auch.
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Tag 1_RVK-Húsafell
Urlaub auf Island - das bedeutet im allgemeinen einen Yaris mieten und einmal auf der Ringstrasse um die Insel fahren. Und wer sind wir, dass wir uns der Allgemeinheit widersetzen?
Also, Montag morgen Yaris abholen, Vorræte fuer eine Woche besorgen (Grillfleisch!!!), Reisetaschen, Zelt, Schlafsæcke, Kissen, Wandersachen, Schuhe, Picknickrucksack, literweise Wasser und 6 Einweggrills in einer Stunden wæhrenden Packorgie ins Auto verfrachten, Reisefuehrer, Atlas und Karte mit extra gesammelten Tips von Mitbewohnern nicht vergessen und los gehts - um 3 Uhr nachmittags.
Die Besichtigung der næheren Umgebung von Reykjavík (inkl. Akranes) ist wegen Platzregens leider ausgefallen, dafuer wissen wir jetzt, wie Islænder Tunnel bauen. Ohne Beton næmlich. Einfach ein Loch im Fels. Und dafuer verlangen sie noch 900 ISK (10 Euro) Maut. Leicht mulmiges Gefuehl inklusive.
Erster touristischer Anlaufpunkt war die Ausgrabungsstætte Reykholt, Landsitz von Snorri Sturluson, Dichter des 13. Jhs., mit dem Highlight Snorralaug, dem æltesten bekannten "kuenstlichen" Hot Pot der Insel. Leider darf man nicht mehr drin baden.
Puenktlich zu unsere Ankunft am Hraunfoss hat sich Petrus auch erinnert, dass wir Urlaub haben und uns eine halbe Stunde Sonne gegönnt. Der erste von vielen Wasserfællen diese Reise quillt auf 1 km Længe unter einem Lavafeld hervor. Sehr huebsch.
Von der Sonne verwöhnt haben wir uns hernach auf Höhlenexpedition zur Surtshellir, Islands grösster Lavahöhle, begeben. Mutterseelenallein auf weiter Flur sind wir bei Sturmwind und Dæmmerung mit unserem kleinen Yaris kilometerweit auf Schlaglochpisten durch ein Lavafeld am Ende der Welt, durchs Hallmundahraun, gezuckelt und hætten unser Ziel Dank leicht irritierender Entfernungsangaben dann sogar fast noch verfehlt. Ich war heilfroh, als wir wieder feste Strasse unter den Rædern hatten. Und die Grillburger (hamborgarar) haben gleich noch mal so gut geschmeckt.
Also, Montag morgen Yaris abholen, Vorræte fuer eine Woche besorgen (Grillfleisch!!!), Reisetaschen, Zelt, Schlafsæcke, Kissen, Wandersachen, Schuhe, Picknickrucksack, literweise Wasser und 6 Einweggrills in einer Stunden wæhrenden Packorgie ins Auto verfrachten, Reisefuehrer, Atlas und Karte mit extra gesammelten Tips von Mitbewohnern nicht vergessen und los gehts - um 3 Uhr nachmittags.
Die Besichtigung der næheren Umgebung von Reykjavík (inkl. Akranes) ist wegen Platzregens leider ausgefallen, dafuer wissen wir jetzt, wie Islænder Tunnel bauen. Ohne Beton næmlich. Einfach ein Loch im Fels. Und dafuer verlangen sie noch 900 ISK (10 Euro) Maut. Leicht mulmiges Gefuehl inklusive.
Erster touristischer Anlaufpunkt war die Ausgrabungsstætte Reykholt, Landsitz von Snorri Sturluson, Dichter des 13. Jhs., mit dem Highlight Snorralaug, dem æltesten bekannten "kuenstlichen" Hot Pot der Insel. Leider darf man nicht mehr drin baden.
Puenktlich zu unsere Ankunft am Hraunfoss hat sich Petrus auch erinnert, dass wir Urlaub haben und uns eine halbe Stunde Sonne gegönnt. Der erste von vielen Wasserfællen diese Reise quillt auf 1 km Længe unter einem Lavafeld hervor. Sehr huebsch.
Von der Sonne verwöhnt haben wir uns hernach auf Höhlenexpedition zur Surtshellir, Islands grösster Lavahöhle, begeben. Mutterseelenallein auf weiter Flur sind wir bei Sturmwind und Dæmmerung mit unserem kleinen Yaris kilometerweit auf Schlaglochpisten durch ein Lavafeld am Ende der Welt, durchs Hallmundahraun, gezuckelt und hætten unser Ziel Dank leicht irritierender Entfernungsangaben dann sogar fast noch verfehlt. Ich war heilfroh, als wir wieder feste Strasse unter den Rædern hatten. Und die Grillburger (hamborgarar) haben gleich noch mal so gut geschmeckt.
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Tag 2_Húsafell-Stykkisholmur
Nach erholsamer Nacht in einem winzigen Huettchen in Húsafell musste ich eine halbe Ewigkeit lang auf meinen Kaffee warten. Zum Glueck lag noch Borganes auf unserem Weg, letzter Aussenposten kleinstædtischer Zivilisation bis zum spæten Abend. Niedliches Fischerstædtchen wie geschaffen fuer ein Sommerhaus. Es gibt sogar einen Bonus (einen von 4 ausserhalb des Hauptstadtgebietes).
Das Grossprogramm des Tages hiess Snæfellsness, die Halbinsel im Westen, auf der man, so heisst es, alle landschaftlichen Besonderheiten Islands im Kleinformat findet. Nur Geysire gibt es nicht. Am Portal nach Snæfellsness steht der Vulkankrater Eldborg. Von der Strasse sah er sehr schick aus, der Weg war nur leider etwas weit. Besteigung bein næchsten Mal.
Da die körperliche Ertuechtigung ausgefallen ist, haben wir unserer Gesundheit mit einem kræftigen Schluck aus der Mineralquelle Ölkelda auf die Spruenge geholfen. Mineralien in Ueberdosis sind dem Geschmack aber leider nicht zutræglich. Auf dem Weg nach Buðir konnten wir unseren fotografischen Kuriositætenkabinett einen Wald hinzufuegen; an sich schon kurios genug auf Island, wurde dieser, fuers ökologische Gewissen, von den ansæssigen Mineralölgesellschaften gesponsored und angepfanzt - ist uns so auch noch öfter begegnet. In Islands Hundewelt hatte sich offenbar auch schon rumgesprochen, dass wir auf dem Weg sind: in Buðir hatten wir wieder einen vierbeinigen Fuehrer, der uns die schönsten Stellen des Strandes vorgefuehrt hat. In der örtlichen Kirche wurde uebrigens die Taufszene von "101 Reykjavík" gedreht.
Die Suedkueste von Snaefellsness ist uebersæht mit Sehenswuerdigkeiten. Wir haben also ziemlich viel angehalten an diesem Nachmittag: am alten Leuchtturm in Arnastapi, am Leuchtturm in Londrangar und am Djúpalonssandur. Dort haben frueher die Fischer ihre Kræfte beim Steine-Heben gemessen. Es gibt derer 4: Fullsterkur ("ganz stark" 155 kg), Hálfsterkur ("halbstark" 100 kg), Hálfdrættingur ("halbe Portion" 50 kg) und Amloði ("Schwæchling" 23 kg). Sebastian ist natuerlich gaaanz stark...
Deswegen durfet er sich auch mutig dem Sturm in Öndverðanes, der Westspitze Islands und somit Europas, entgegenstellen und Brandung schauen. Den Snæfellsjökull, den ortsansæssigen Gletscher, der sich am Ende der Halbinsel erhebt, haben wir næmlich leider nicht gesehen. Der hat sich an dem Tag in die Wolken gekuschelt.
Also sind wir weitergezogen nach Stykkisholmur, haben unseren Grill ausgepackt und den Abend genossen. Nebenbei haben wir uns kulinarisch fortgebildet und Grillbrot probiert - Hefebrot, frisch zubereitet. Sehr lecker. Fuehre ich euch auf der næchsten Grillparty vor...
Das Grossprogramm des Tages hiess Snæfellsness, die Halbinsel im Westen, auf der man, so heisst es, alle landschaftlichen Besonderheiten Islands im Kleinformat findet. Nur Geysire gibt es nicht. Am Portal nach Snæfellsness steht der Vulkankrater Eldborg. Von der Strasse sah er sehr schick aus, der Weg war nur leider etwas weit. Besteigung bein næchsten Mal.
Da die körperliche Ertuechtigung ausgefallen ist, haben wir unserer Gesundheit mit einem kræftigen Schluck aus der Mineralquelle Ölkelda auf die Spruenge geholfen. Mineralien in Ueberdosis sind dem Geschmack aber leider nicht zutræglich. Auf dem Weg nach Buðir konnten wir unseren fotografischen Kuriositætenkabinett einen Wald hinzufuegen; an sich schon kurios genug auf Island, wurde dieser, fuers ökologische Gewissen, von den ansæssigen Mineralölgesellschaften gesponsored und angepfanzt - ist uns so auch noch öfter begegnet. In Islands Hundewelt hatte sich offenbar auch schon rumgesprochen, dass wir auf dem Weg sind: in Buðir hatten wir wieder einen vierbeinigen Fuehrer, der uns die schönsten Stellen des Strandes vorgefuehrt hat. In der örtlichen Kirche wurde uebrigens die Taufszene von "101 Reykjavík" gedreht.
Die Suedkueste von Snaefellsness ist uebersæht mit Sehenswuerdigkeiten. Wir haben also ziemlich viel angehalten an diesem Nachmittag: am alten Leuchtturm in Arnastapi, am Leuchtturm in Londrangar und am Djúpalonssandur. Dort haben frueher die Fischer ihre Kræfte beim Steine-Heben gemessen. Es gibt derer 4: Fullsterkur ("ganz stark" 155 kg), Hálfsterkur ("halbstark" 100 kg), Hálfdrættingur ("halbe Portion" 50 kg) und Amloði ("Schwæchling" 23 kg). Sebastian ist natuerlich gaaanz stark...
Deswegen durfet er sich auch mutig dem Sturm in Öndverðanes, der Westspitze Islands und somit Europas, entgegenstellen und Brandung schauen. Den Snæfellsjökull, den ortsansæssigen Gletscher, der sich am Ende der Halbinsel erhebt, haben wir næmlich leider nicht gesehen. Der hat sich an dem Tag in die Wolken gekuschelt.
Also sind wir weitergezogen nach Stykkisholmur, haben unseren Grill ausgepackt und den Abend genossen. Nebenbei haben wir uns kulinarisch fortgebildet und Grillbrot probiert - Hefebrot, frisch zubereitet. Sehr lecker. Fuehre ich euch auf der næchsten Grillparty vor...
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Tag 3_Stykkisholmur-Varmahlið
Ah, herrlicher Morgen ... frisch geduscht in gepfegter Youth-Hostel-Athmosphære gefruehstueckt und ein weiter Blick aus dem Fenster. Was will man mehr ...
Erst mal Stykkisholmur anschauen natuerlich. Die Stadt selbst ist relativ huegelig und hat zahlreiche Schæren vor seiner Kueste liegen. Eine davon liegt so praktisch vor einer kleinen Bucht, das sie als natuerliche Hafenmauer benutz wird, von deren Gipfel man einen sehr schoenen Blick Richtung Westfjorde hat. Ausserdem gibts noch eine etwas aussergewöhnliche Kirche hier und einen Wunschberg vor den Toren der Stadt. Wenn man sich beim Abstieg nicht umdreht, wird einem ein Wunsch erfüllt. War ein sonniger Morgen, deswegen nix wie rauf. Ich hab mir Sonnenschein auch für die Reise gewünscht. Hat funktioniert.
Da wir eine recht lange Etappe vor uns hatten haben wir uns nach einer halben Stunde aber schon auf die Socken gemacht Richtung Eiriksstðir und mussten feststellen, das es auch auf Island ziemlich eintönige und langweilige Landstriche gibt - die Nordkueste von Snæfellsness zum Beispiel. Ausser einem reissenden Wildbach ist stundenlang rein gar nix passiert.
Wir hatten ja Schokokekese zum Laune aufbessern dabei ... Die haben wir uns in Eiriksstaðir schmecken lassen, sozusagen vor der Haustuer von Eirik dem Roten, seines Zeichen Entdecker von Grönland und Vater des Entdeckers von Amerika. War bedauerlicherweise nicht fuer ein Plæuschchen zu Hause.
Also gings wieder auf die Strasse, eigentlich Nr.60, von uns umgtauft in "Fosstrasse", weil alle paar Meter ein Wasserfall. Grosse, kleine, einzelne, doppelte, multiple in alen Formen und Varianten. An sonsten wære man auf der Strasse auch gestorben vor Langeweile.
Abhilfe schafft da der Besuch bei Islands letztem ueberlebendem Dinosaurier "Hvitserkur", der wohl schon seit ein paar milionen Jahren seinen bestændig seinen Durst im Húnafjörður stillt. Da man nicht so recht weiss, ob er auch ab und an Hunger hat, wird die beobachtung von einem versteckten Posten in sicherer Entfernung empfohlen.
Von der Felsenburg Borgarvirki kann man ihn zwar nicht sehen, dafuer im weiten Umkreis aber alles andere. Der Ort eignet sich sehr gut als Festung - kann aber auch ein Schafstall gewesen sein; das ist noch nicht abschliessend geklært. In jedem Fall fanden in der Næhe, genauer gesagt in Þingeyrar, schon seit grauer Vorzeit Ratsversammlungen statt.Ausserdem wurde hier 1133 das erste Kloster Islands gegruendet, wovon noch heute eine huebsche Steinkirche mit einem Altarbild aus Nottingham aus dem 15. jh. und einer Kanzel aus den Niederlanden zeugt - die Herren Mönche waren also reich und gut vernetzt.
Und weil wir einmal bei Kirchen waren, haben wir noch die Torfkirche Viðimiri mitgehen lassen. Die lag sozusagen direkt in der Næhe unserer "Ferien auf dem Bauenhof"- Residenz des Tages bei einer sehr netten alten Dame, die - muss ein Wink des Schicksals gewesen sein - an diesem Mittwoch "Emergency Room" im Fernsehen geschaut hat. Jetzt haben wir Mittwochs um 20:15 endlich wieder was sinnvolles zu tun !!!
Erst mal Stykkisholmur anschauen natuerlich. Die Stadt selbst ist relativ huegelig und hat zahlreiche Schæren vor seiner Kueste liegen. Eine davon liegt so praktisch vor einer kleinen Bucht, das sie als natuerliche Hafenmauer benutz wird, von deren Gipfel man einen sehr schoenen Blick Richtung Westfjorde hat. Ausserdem gibts noch eine etwas aussergewöhnliche Kirche hier und einen Wunschberg vor den Toren der Stadt. Wenn man sich beim Abstieg nicht umdreht, wird einem ein Wunsch erfüllt. War ein sonniger Morgen, deswegen nix wie rauf. Ich hab mir Sonnenschein auch für die Reise gewünscht. Hat funktioniert.
Da wir eine recht lange Etappe vor uns hatten haben wir uns nach einer halben Stunde aber schon auf die Socken gemacht Richtung Eiriksstðir und mussten feststellen, das es auch auf Island ziemlich eintönige und langweilige Landstriche gibt - die Nordkueste von Snæfellsness zum Beispiel. Ausser einem reissenden Wildbach ist stundenlang rein gar nix passiert.
Wir hatten ja Schokokekese zum Laune aufbessern dabei ... Die haben wir uns in Eiriksstaðir schmecken lassen, sozusagen vor der Haustuer von Eirik dem Roten, seines Zeichen Entdecker von Grönland und Vater des Entdeckers von Amerika. War bedauerlicherweise nicht fuer ein Plæuschchen zu Hause.
Also gings wieder auf die Strasse, eigentlich Nr.60, von uns umgtauft in "Fosstrasse", weil alle paar Meter ein Wasserfall. Grosse, kleine, einzelne, doppelte, multiple in alen Formen und Varianten. An sonsten wære man auf der Strasse auch gestorben vor Langeweile.
Abhilfe schafft da der Besuch bei Islands letztem ueberlebendem Dinosaurier "Hvitserkur", der wohl schon seit ein paar milionen Jahren seinen bestændig seinen Durst im Húnafjörður stillt. Da man nicht so recht weiss, ob er auch ab und an Hunger hat, wird die beobachtung von einem versteckten Posten in sicherer Entfernung empfohlen.
Von der Felsenburg Borgarvirki kann man ihn zwar nicht sehen, dafuer im weiten Umkreis aber alles andere. Der Ort eignet sich sehr gut als Festung - kann aber auch ein Schafstall gewesen sein; das ist noch nicht abschliessend geklært. In jedem Fall fanden in der Næhe, genauer gesagt in Þingeyrar, schon seit grauer Vorzeit Ratsversammlungen statt.Ausserdem wurde hier 1133 das erste Kloster Islands gegruendet, wovon noch heute eine huebsche Steinkirche mit einem Altarbild aus Nottingham aus dem 15. jh. und einer Kanzel aus den Niederlanden zeugt - die Herren Mönche waren also reich und gut vernetzt.
Und weil wir einmal bei Kirchen waren, haben wir noch die Torfkirche Viðimiri mitgehen lassen. Die lag sozusagen direkt in der Næhe unserer "Ferien auf dem Bauenhof"- Residenz des Tages bei einer sehr netten alten Dame, die - muss ein Wink des Schicksals gewesen sein - an diesem Mittwoch "Emergency Room" im Fernsehen geschaut hat. Jetzt haben wir Mittwochs um 20:15 endlich wieder was sinnvolles zu tun !!!
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Tag 4_Varmahlið-Goðafoss
In dieser Nacht konnten wir vor lauter Aufregung kaum schlafen, denn am næchsten morgen stand uns eine literarische Begegnung der besonderen Art ins Haus: der Besuch von Sauðárkrokur.
Um uns selbst noch ein bisschen auf die Folter zu spannen (und euch jetzt auch, hehe), haben wir noch einen Abstecher nach Glaumbær gemacht, seines Zeichens beruehmtestes Torfgehöft Islands und ein touristsches MUSS! Der Ort ist schon seit dem 9. Jh. bewohnt, wobei die 13 Torfhuetten, die jetzt hier stehen aus dem 18. und 19. Jh. stammen. Zum Hof gehoerte seit jeher auch eine Kirche, denn meist waren die Posten von Pfarrer und Grossbauer in Personalunion vergeben. Das besondere der Anlage ist der sehr lange Mittelgang, mit dem die meisten der Huetten verbunden sind, so dass man trockenen Fusses ueberall hin gelangte. Ausserdem zeugen der grosse wohnraum und die Anzahl der Gæstezimmer (3) von nicht unerheblichem Reichtum. Besonders gross waren die Islænder allerdings nicht. Sogar ich musste in jeder Tuer den Kopf einziehen. Wahrscheinlich wurde der Hof deswegen 1947 aufgegeben - permanente Beulen am Kopf sind der Gesundheit ja eher nicht zutræglich.
So, Sauðárkrokur, wir kommen! Zuerst erfahren haben wir von dir, deiner kungelnden Bewohnerschaft, dem Ende der Welt, an dem du liegst und der örtlichen Genossenschaft, der fast alles gehört, in einem Buch. In "Rokland" bist du allerdings nicht sonderlich gut weggekommen. Du hast deinen Helden ein klein wenig depressiv gemacht. Das Ende, dass er nahm ... !!!
So hinterwældlerisch klein und vergessen sahst du dann aber gar nicht aus, zumindest vom Fruehstuecksparkplatz vor der Kirche nicht. Wir haben und allerdings an Böddis Rat gehalten und uns statt deiner mit der sagenhaften Geschichte des Landstriches befasst und hautnah erlebt, wie Grettir sich fuehlte, als er nach schwimmender Durchquerung des Skagafjörður von der Insel Drangey aus in die herrlich warme, nach ihm benannte "Grettislaug" zu einem entspannenden Bad geklettert ist. In einem der beiden Becken hætten wir auch gut unser Mittagessen gar ziehen lassen können. Sebastian sah in jedem Fall etwas angebrueht aus.
Unseren kleinen Yaris mussten wir nach diesem Ausflug auch eine Dusche gönnen. Er hatte uns so tapfer durch die schlaglöchrige Schlammpiste getragen. Bei der Gelegenheit sind wir auch, an der Tankstelle Varmahlið, wo wir auch genæchtigt hatten, zum ersten mal unseren Verfolgern begegnet - sie fuhren in einem gelben Bus, waren so um die 60 und sprachen - deutsch. Wie fast alle anderen Menschen, denen wir unterwegs begegnet sind. Wir haben wohl eine neue Kolonie.
Entkommen sind wir an dem Tag auch nicht mehr, wie wir im Eymundsen(Stammbuchhandlung in RVK) in Akureyri feststellen mussten - zum Trost haben wir erst mal ein Bilderbuch mit vielen Hæusern drin gekauft und einen Kaffee getrunken. Die Metropole des Nordens ist mit 16.000 EW die viertgrösste Stadt des Landes und beherrbergt neben einem riesigen Internat fuer die Gymnasiasten des halben Landes einen sehr huebschen botanischen Garten, das einzige Theater ausserhalb Reykjavíks, viele sorgfæltig restaurierte Holzhæuser aus dem 19. Jh., eine imposante weisse Kirche und die grösste Brauerei des Landes. Landschaftlich ist es im Eyjafjörður auch sehr malerisch - in der Stadt 15 Grad und darueber thronten schneebedeckte Gipfel. Den besten Blick auf Akureyri hat man von der anderen Seite des Fjordes, wo wir uns auch gleich noch das Torfgehöft Laufás angeschaut haben - unser Torftag. Der dann aber doch an einem Wasserfall endete. direkt an der Ringstrasse liegt der Goðafoss, der "Wasserfall der Götter", in den der örtliche Fuerst Þorgeir etwa im Jahre 1000 die Bildnisse der nordischen Götter warf, um seinen Uebertritt zum Christentum zu besiegeln.
Ob deshalb dort ein Hotel mit Campimgplatz steht, weiss ich nicht, uns kam es jedenfalls sehr gelegen. Grillen am Wasserfall geht gut.
Um uns selbst noch ein bisschen auf die Folter zu spannen (und euch jetzt auch, hehe), haben wir noch einen Abstecher nach Glaumbær gemacht, seines Zeichens beruehmtestes Torfgehöft Islands und ein touristsches MUSS! Der Ort ist schon seit dem 9. Jh. bewohnt, wobei die 13 Torfhuetten, die jetzt hier stehen aus dem 18. und 19. Jh. stammen. Zum Hof gehoerte seit jeher auch eine Kirche, denn meist waren die Posten von Pfarrer und Grossbauer in Personalunion vergeben. Das besondere der Anlage ist der sehr lange Mittelgang, mit dem die meisten der Huetten verbunden sind, so dass man trockenen Fusses ueberall hin gelangte. Ausserdem zeugen der grosse wohnraum und die Anzahl der Gæstezimmer (3) von nicht unerheblichem Reichtum. Besonders gross waren die Islænder allerdings nicht. Sogar ich musste in jeder Tuer den Kopf einziehen. Wahrscheinlich wurde der Hof deswegen 1947 aufgegeben - permanente Beulen am Kopf sind der Gesundheit ja eher nicht zutræglich.
So, Sauðárkrokur, wir kommen! Zuerst erfahren haben wir von dir, deiner kungelnden Bewohnerschaft, dem Ende der Welt, an dem du liegst und der örtlichen Genossenschaft, der fast alles gehört, in einem Buch. In "Rokland" bist du allerdings nicht sonderlich gut weggekommen. Du hast deinen Helden ein klein wenig depressiv gemacht. Das Ende, dass er nahm ... !!!
So hinterwældlerisch klein und vergessen sahst du dann aber gar nicht aus, zumindest vom Fruehstuecksparkplatz vor der Kirche nicht. Wir haben und allerdings an Böddis Rat gehalten und uns statt deiner mit der sagenhaften Geschichte des Landstriches befasst und hautnah erlebt, wie Grettir sich fuehlte, als er nach schwimmender Durchquerung des Skagafjörður von der Insel Drangey aus in die herrlich warme, nach ihm benannte "Grettislaug" zu einem entspannenden Bad geklettert ist. In einem der beiden Becken hætten wir auch gut unser Mittagessen gar ziehen lassen können. Sebastian sah in jedem Fall etwas angebrueht aus.
Unseren kleinen Yaris mussten wir nach diesem Ausflug auch eine Dusche gönnen. Er hatte uns so tapfer durch die schlaglöchrige Schlammpiste getragen. Bei der Gelegenheit sind wir auch, an der Tankstelle Varmahlið, wo wir auch genæchtigt hatten, zum ersten mal unseren Verfolgern begegnet - sie fuhren in einem gelben Bus, waren so um die 60 und sprachen - deutsch. Wie fast alle anderen Menschen, denen wir unterwegs begegnet sind. Wir haben wohl eine neue Kolonie.
Entkommen sind wir an dem Tag auch nicht mehr, wie wir im Eymundsen(Stammbuchhandlung in RVK) in Akureyri feststellen mussten - zum Trost haben wir erst mal ein Bilderbuch mit vielen Hæusern drin gekauft und einen Kaffee getrunken. Die Metropole des Nordens ist mit 16.000 EW die viertgrösste Stadt des Landes und beherrbergt neben einem riesigen Internat fuer die Gymnasiasten des halben Landes einen sehr huebschen botanischen Garten, das einzige Theater ausserhalb Reykjavíks, viele sorgfæltig restaurierte Holzhæuser aus dem 19. Jh., eine imposante weisse Kirche und die grösste Brauerei des Landes. Landschaftlich ist es im Eyjafjörður auch sehr malerisch - in der Stadt 15 Grad und darueber thronten schneebedeckte Gipfel. Den besten Blick auf Akureyri hat man von der anderen Seite des Fjordes, wo wir uns auch gleich noch das Torfgehöft Laufás angeschaut haben - unser Torftag. Der dann aber doch an einem Wasserfall endete. direkt an der Ringstrasse liegt der Goðafoss, der "Wasserfall der Götter", in den der örtliche Fuerst Þorgeir etwa im Jahre 1000 die Bildnisse der nordischen Götter warf, um seinen Uebertritt zum Christentum zu besiegeln.
Ob deshalb dort ein Hotel mit Campimgplatz steht, weiss ich nicht, uns kam es jedenfalls sehr gelegen. Grillen am Wasserfall geht gut.
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Tag 5_Goðafoss-Egilsstaðir
Frisch gestärkt nach einer Nacht mit sehr angenehmen, vom Wasserfall-Rauschen untermahlten Träumen gings, nach kurzem Blick auf den Wasserfall bei Tag, auf nach Húsavik. Von dem Städtchen haben uns alle vorgeschwärmt und es ist auch wirklich sehr hübsch, direkt am Fjord gelegen mit schneebedeckten Bergen darüber. Berühmt ist Húsavik jedoch hauptsächlich als der Ort Islands, von dem aus man am besten Wale beobachten kann. Sieht man auch sehr gut an dem riesigen Touristenempfangsbereich, der über dem Hafen thront und den sechs Schiffen, die den halben Hafen dahinten einnehmen. Eines lief gerade wieder in den Hafen ein - und transportierte unsere Touri-Verfolger-Truppe mit dem gelben Bus zu den Walen und zurück. Garniert wird das ganze mit einem Walmuseum und einem wunderbar fischigen Geruch, der von den Fischfabriken direkt nebenan herüberweht. Zwei Kuriositäten gibts auch noch: in der Kirche des Ortes gibts hat man sich was ausgedacht, um Gläubige zu gewinnen; mit beheizten Bänken nämlich. Das zieht die Leute im Winter bestimmt in Scharen - vielleicht gibts ja auch noch einen Kaffee dazu? Wem da zu kuschelig ist, dem sei das Penismuseum empfohlen, begonnen mit dem besten Stück eines wals wartet der Besitzer noch auf ein menschliches Exemplar. Man sollte ihm Gunter von Hagens Telefonnummer geben ;-) Da uns die Touris aber schon auf den Fersen waren, haben wir uns schleunigst auf die Socken gemacht zum Mývatn.
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Dienstag, 21. August 2007
Menningarnótt
Am 18. August war Menningarnótt, Kulturnacht oder auch Geburtstag der Stadt Reykjavík. Ueber die ganze Stadt verteilt sind Konzerte, Vorfuehrungen etc. (so aehnlich wie ein deutsches Stadtfest, nur das viele Aktivitaeten innerhalb der Laeden stattfinden). Der Tag begann mit dem Marathon um neun, aber da mussten wir erst noch unseren Rausch vom abend vorher loswerden, so dass wir den verpasst haben. Wir sind also erst so um drei gestartet und langsam durch die Stadt zur Miklatún gezogen, wo im Park vorm Kunstmuseum ein grosses Konzert stattfand. Was aber irgendwie a bisserl schlecht organisiert war, weil sich alle Hungrigen im Museumscafe gestaut haben, anstatt einen Bierwagen oder ne Bratwurstbude aufzustellen. Naja, dafuer gabs anschliessend zuhause vom balkom hamborgarar! und anschliessend wieder in die Stadt, die immer noch gerammelt voll war - so ein Drittel der islaendischen Bevoelkerung. Um 23:00 war in der Bucht ein grosses Feuerwerk, wo die Islaender von zwei Schiffen aus alles in die Luft geballert haben, selbst die Strassenlaternen (die ansonsten in einigen Strassenzuegen wieder den ganzen Tag laufen) wurden stimmungsecht abgeschaltet, und die Segelschiffe aus dem nahen Yachthafen haben das ganze mit roten Lichterketten untermalt - schoen kitschig, gelle. Und danach war im Nasa noch GusGus-Konzert...
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Einweihungsparty Maik und Steffie
Nachdem Maik und Steffie uns ja Ende Juli verlassen haben (und wir das leer stehende Zimmer zum Wohnzimmer umfunktioniert haben), war am letzten Freitag Einweihungsparty angesagt. Die beiden wohnen jetzt im Tiefparterre auf der anderen Seite vom Tjörnin, haben aber Aussensitzplaetze im Osten und im Westen, und - zumindest im August - war die Wohnung auch schoen lichtdurchflutet; die Möbel sind ein bisschen exentrisch (und teilweise auch kitschig), da die Vermieterin "Kuenstlerin" ist und die Wohnung möbliert vermietet hat.
Jedenfalls war es eine sehr angenehme Party und der Kuechenfussboden eignet sich auch gut zum Tanzen, da er so schoen "slippy" ist. Im ubrigen haben wir die ersten Nordlichter gesehen. Im Moment sind das aber noch kleine gruene Flecken am Himmel, doch mit zunehmendem Ende des Sommers werden sie sich irgendwann wohl als grosses Leuchten ueber den Himmel ausbreiten.
P.S. Wir haben unsere rote Ikea-Tasche vergessen (, in der das Bier und die Flasche Wein war; in Island bringt man aufgrund der exorbitanten Preise (Flasche Wein faengt bei irgendwas um 15,- Euro an) seinen Alkohol naemlich selbst auf Partys mit)
Jedenfalls war es eine sehr angenehme Party und der Kuechenfussboden eignet sich auch gut zum Tanzen, da er so schoen "slippy" ist. Im ubrigen haben wir die ersten Nordlichter gesehen. Im Moment sind das aber noch kleine gruene Flecken am Himmel, doch mit zunehmendem Ende des Sommers werden sie sich irgendwann wohl als grosses Leuchten ueber den Himmel ausbreiten.
P.S. Wir haben unsere rote Ikea-Tasche vergessen (, in der das Bier und die Flasche Wein war; in Island bringt man aufgrund der exorbitanten Preise (Flasche Wein faengt bei irgendwas um 15,- Euro an) seinen Alkohol naemlich selbst auf Partys mit)
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Turmoil
Seit einer Woche liegt unten im alten Hafen neben der Baustelle fuer die neue Konzerthalle von Henning Larsen mit Olafur Eliasson eine Superyacht von den Cayman-Islands. Der Lack ist auf Hochglanz poliert - nicht so stumpf wie bei den alten Zollschiffen - so dass sich die Wellen und Reykjavík spiegeln, und auf dem Achterdeck steht ein verpackter Helikopter...
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